Presseberichte

Auf neuen Wegen
Im Wiesenburger Park steht die Saison bevor. Das fast 150 Jahre alte Gartendenkmal unterliegt stetigem Wandel
Märkische Allgemeine Zeitung vom 4. März 2009

Die Besucher des Wiesenburger Parks können künftig auf erneuerten Wegen wandeln. Deren Sanierung ist praktisch abgeschlossen. 20 Jahre nach dem letzten grundhaften Ausbau gestaltete sich das vorhaben jedoch schwieriger als gedacht. Der Ersatz bzw. Neuverlegung von 200 Metern Stahlband als seitliche Begrenzung waren zwar planmäßig. "Aber auf dem sogenannten Schulweg westlich des Inselteiches war die seinerzeit verwendete Hochofenschlacke so fest, dass sie nur in Schollen gebrochen und nicht mehr eingebaut werden konnte," berichtet Ulrich Jarke. Der Umstand habe maßgeblich dafür gesorgt, dass sich die Kosten deutlich erhöht und der Ablauf verzögert hätten. "Weil die Herbstsonne es nicht mehr geschafft hat das Material zu trocknen und nach Regen nochmals zu trocknen, fühlt es sich weich unter den Füßen an", räumte der Parkleiter ein. "Das wird aber noch, sobald es warm ist."

Vor dem Parkcafé von Simone Rosse ist die 420 Quadratmeter-Fläche ebenfalls geräumiger gestaltet worden und nun bequem begehbar. Als sie ausgekoffert war, sind eine zusätzliche zu dem Pavillon sowie eine weitere Sandsteine entdeckt worden, die aber - in guter Tradition - wieder abgedeckt wurden. Der zunächst ins Auge gefasste Abriss der Betonbühne ist zumindest aufgeschoben. Dafür sollen die Zugänge an der Schlossschänke "Zur Remise" sowie neben dem Teehäuschen noch eine gelbe Asphaltschicht erhalten. Für die übliche wassergebundene Decke wäre an den Stellen jeweils das Gefälle zu groß. Am Forsthaus wird noch die passende Regenableitung gesucht.

Während der Wegebau also in die finale Phase geht, muss weitere Pflege organisiert werden. Schwer genug: Denn neben Ulrich Jarke und neuerdings Peter Berndt sind fast ausschließlich so genannte 1-Euro-Jobber im Einsatz. Zwar waren es voriges Jahr durchschnittlich elf Kollegen, aber einerseits fehlt Kontinuität und andererseits ist laut Kommune noch nicht klar, ob die Arbeitsförderung dieses Jahr wieder so erfolgreich greifen wird, berichtet Ulrich Jarke.

Ersatzpflanzungen sollen beispielsweise für die gefällten Blume unweit des Prinzessinnenbades erfolgen. Daneben muss die Bekämpfung des Eichenprozessspinners in Angriff genommen werden, der zuletzt von Baumpflegern in einigen Kronen gesichtet wurde. Außerdem wird die Durchforstung des Waldteils fortgesetzt. 980 Raummeter Holz, davon 180 vermarktete Festmeter, sind die Bilanz 2008.

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