Presseberichte
"Parterre nun perfekt"
Märkische Allgemeine Zeitung vom 5. Mai 2006
Bis zum Parkfest im August ist das Parterre perfekt. "Mit dem umlaufenden Beet werden die bereits blühenden Ornamente verbunden. Das Bild der Fürstenkrone wird so für jeden sichtbar", freut sich Hans-Joachim Dreger vom Institut für Denkmalpflege. Die seit 20 Jahren währende Rekonstruktion des Wiesenburger Parks erfährt damit ihre Krönung.
Mit der Anordnung wird Bezug genommen auf eine Fotografie von 1894, die älteste vorliegende Aufnahme. Die Flächenaufteilung und das Gesamtbild werden darauf deutlich. "Nicht zuletzt handelt es sich bei der Fürstenkrone um einen historisch belegten Begriff für dieses Gartendenkmal", weiß der Fachmann.
Weniger klar kann die Frage beantwortet werden, wie die ursprüngliche Bepflanzung ausgesehen hat. Verena Bauer aus Lutherstadt Wittenberg hat sich damit in einer Diplomarbeit befasst. Doch die Studentin der Technischen Fachhochschule Dresden musste Alternativen suchen, denn Archivunterlagen gibt es nicht. Vergleiche mit ähnlichen Anlagen sind erstellt, Vorschläge für die Bepflanzung unter heutigen Bedingungen unterbreitet worden.
Letztlich hat sich Parkleiter Ulrich Jarke für das Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) entschieden. "Die Staudenpflanze mit den silbergrauen Blättern passt ausgezeichnet als Einfassung. Im Sommer hat sie kleine knopfförmige gelbe Blüten", sagt er. Nicht minder von Bedeutung: Das Gewächs ist relativ standhaft und muss nicht jedes Jahr wieder gezogen werden, wozu in der Gärtnerei die Kapazität und der Gemeinde Wiesenburg/Mark zudem das Geld fehlt. Schon die jetzt vom Medewitzer Gartenbaubetrieb Jörg Radtke realisierte Bepflanzung ist lediglich dank einer Spende der Mittelbrandenburgischen Sparkasse möglich geworden. "Lange genug ist aus Kostengründen darauf verzichtet worden", sagt Hans-Joachim Dreger.