Presseberichte
"Ein Fest für alle Sinne"
Märkische Allgemeine Zeitung vom 30. September 2004
Als "Lichterfest" wird die Finissage zum Abschluss des Skulpturengartens im Wiesenburger Park angekündigt. Doch wird es dem Programm zufolge alle Sinne berauschen.
Mit Trompetenfanfaren von der Schlossterrasse und einer Rede von Bürgermeisterin Barbara Klembt (PDS) beginnt das Spektakel, ehe sich die Aufführung des historisch-musikalischen Schauspiels "Die Legende Watzdorf" anschließt. Die Inszenierung von Julia A. Worm war einer der Publikumsmagneten im bislang erfolgreichsten Veranstaltungssommer in der "Flämingperle". Bei einem Rundgang durch das Gartendenkmal wird das Schicksal des Curt Friedrich Ernst von Watzdorf dargestellt, der vermutlich das Kleinod für unerfüllte Liebe vor 140 Jahren geschaffen hatte.
Hernach wird an verschiedenen Orten eingeladen, wo Bretonische Musik von der Gruppe "Cernunons" erklingt; die Solisten Michael Hein (Querflöte) und Anne Büchner (Violine) geben sich ein Stelldichein. Klezmermusik von Barbara Stützel (Gesang), Helmut Eisel (Klarinette) und Battiste Aiblinger (Piano) wird von Zeichner Felix illustriert und schließlich liest Isabell Ertmann erotische Texte großer Dichter.
Mit Einbruch der Dunkelheit werden dann Bäume und Skulpturen in Szene gesetzt. Der Glanz von 3000 Kerzen soll den Wiesenburger Park in einmaliger Form erfüllen. Obendrein wird ein pyrotechnischer Silberregen auf die Südfassade des Wiesenburger Schlosses projiziert, verrät Helge Holz. Mit 25 Raketenböllern finden die Skulpturenausstellung und das Lichterfest - es fügt sich ins bunte Programm des Tages der Regionen ein - ihr würdiges Ende.
Jeder Schuss ist einem der seit 6. Juni auf dem 120-Hektar-Areal gezeigten Kunstwerke gewidmet, erklärt Parkleiter Ulrich Jarke. Einer Idee der Berliner Bildhauerin Maria Berberich folgend hatte der Förderverein Wiesenburg Park zu einem bundesweitem Wettbewerb aufgerufen. Letztlich hatte die Jury die Qual der Wahl aus 284 Angeboten, mit denen "Natur be-greifbar" gemacht werden sollte. Verschiedene Institutionen des Landes Brandenburg hatten die Realisierung dieser Initiative und des Rahmenprogramms mit einem fünfstelligen Betrag unterstützt. Kultusministerin Johanna Wanka (CDU) war als Schirmherrin für das offensichtlich erfolgreich Projekt gewonnen worden.