Presseberichte
"Parkvisite nun online möglich"
Märkische Allgememeine Zeitung vom 2. Februar 2004
Der Spaziergang durch das bedeutendste Gartendenkmal zwischen Wörlitz und Sanssouci ist nunmehr bei jedem Wetter, zu jeder Jahres- und Tageszeit möglich. Virtuell jedenfalls. Seit gestern ist der Internet-Auftritt des Fördervereins zum Erhalt des denkmalgeschützten Wiesenburger Landschaftsparkes freigeschaltet. Die technische Umsetzung hat Andreas Gallien aus Berlin realisiert, der aus der "Perle des Flämings" stammt.
Sich für das Kleinod zu engagieren, war auch der Aufruf an die rund 70 Besucher des Neujahrsempfangs, zu dem Bürgermeisterin Barbara Klembt (PDS) am Freitag eingeladen hatte. Zum dritten Mal hatte Sie Geschäftslaute, Lokalpolitiker und Ehrenamtliche am Jahresanfang zusammengeführt, wollte aber "nicht erneut über die leeren kommunalen Kassen klagen."
Statt dessen hat Ulrich Jarke, Leiter des Wiesenburger Parkes und zugleich Vorsitzender des Fördevereins. über die Ergebnisse seines seit über einem Jahr währenden Wirkens berichtet. Darüber hinaus stellte er die Pläne für die Skulpturenaustellung im Sommer vor. Die Vorbereitungen dazu haben begonnen, auch indem für neue Sitzgelegenheiten gesorgt wird.
Der jahrelangen Erfahrung, wonach die Bänke im Sommer nicht ausreichen, wird nun Rechnung getragen. Dafür gibt es gar Zustimmung vom Landesamt für Denkmalpflege, das dem Vernehmen nach die Möbel bisher lediglich an den historischen Standorten sehen wollte. Die Crux an der Sache allerdings: Ein solches nach historischem Vorbild angefertigtes Exemplar kostet mehr als 800 Euro.
246,45 Euro sind von den Gästen der Veranstaltung am Freitagabend bereits zusammengetragen worden. Sieghard Rabinowitsch (PDS) war mit der Sammelbüchse an die Tische getreten, wo bei Bier, Sekt und Wein sowie Schnittchen locker geplaudert wurde. Der Ortsbürgermeister und Schatzmeister des Fördervereins hofft, in den kommen Wochen weitere Spender zu finden. Ihre Namen sollen auf Messingschildern an den Bänken verewigt werden.
Anzusehen sein könnten sie dann bei einer der nächsten Stippvisiten im Wiesenburger Park und womöglich auch vermerkt werden auf der nun weltweiten Präsenz im Netz.