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Schloss Wiesenburg
Schloss Wiesenburg

Presseberichte

"Einladender Blick"
Märkische Allgememeine Zeit vom 10. Dezember 2003

Die Wintersonne wird von der renovierten Südfassade reflektiert. "Ich bin selbst überrascht, wie nah einem das Schloss jetzt scheint.", sagt Parkleiter Ulrich Jarke am Rhododendronweg stehend. Vor wenigen Tagen noch war das Wahrzeichen von dort vor lauter Bäumen nicht zu sehen.

Ein etwa 40 Meter breiter Streifen ist in der vergangenen Woche im ehemaligen Tiergarten nahe der Bahn gerodet worden. Der Harvester einer Stackelitzer Waldbaubetriebes hatte in dem rund einen Hektar großen Lärchenbestand gut zu tun. Momentan wird das Holz noch herausgerückt. Ende Januar schließlich ist vom Landschaftsparkförderverein eine Aufräumaktion geplant, damit sich der gefährliche Lärchenbockkäfer nicht einnisten kann. Letztlich soll eine Wiese entstehen. Ausgleichspflanzungen sind indes nicht erforderlich.

"Der Eingriff ist ökonomischen Aspekt nicht optimal", räumt der Landschaftsarchitekt ein. Erst vor 30 Jahren war die Schonung angelegt worden, weil seinerzeit jeder Quadratmeter effektiv genutzt werden sollte. Die Erlöse, die jetzt aus dem Holzverkauf erzielt werden, reichen ungeachtet der recht guten Qualität jedoch gerade, um das Fällen der Bäume und deren Abtransport zu bezahlen.

Doch das Amt für Forstwirtschaft Belzig, per Beratervertrag für die Gemeinde Wiesenburg/Mark vor Ort tätig, hat zugestimmt. Und Hans-Joachim Dreger vom Landesamt für die Denkmalpflege war sowieso dafür. Schließlich ist jetzt eine der historischen Hauptsichtachsen frei, wie sie unter Curt Friedrich Ernst von Watzdorf Mitte des 19. Jahrhunderts gelegt worden war. Kurz bevor der aus Berlin kommende Zug einfährt, lässt sich jetzt wieder der einladende Blick in die "Perle des Flämings" genießen.

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